Die Schweigen von Tschernobyl

Die verseuchte Zukunft

 Acht bis neun Millionen Menschen leben und werden noch leben in den verseuchten Gebieten der Ukraine, Russland und Belorussland. Diese große Atomkatastrophe „Unfall“ in der Geschichte der Menschheit, hat wenig künstlerischen Ausdruck hervorgerufen mit bedeutender Ausnahme des Werkes DIE FLEHENDE BITTE von Svetlana Alexievitch und ihren Helden sind die Abrechner anonym und vergessen gebliebenen Aber dieses Ereignis ist deswegen weder aus der Erinnerung verschwunden, noch  aus dem täglichen Leben der Bevölkerungen, für die es buchstäblich die Welt verändert hat. Wie denkt man zwanzig Jahre später an die Tragödie zurück, deren Folgen von Beginn an verborgen und unterschätzt wurden, an Ort und Stelle und im Westen?

 Dieses neu herausgegebene und aktualisierte Werk, angereichert mit neuen Beiträgen, Fotos, Beweisen von etwa zwanzig Autoren – von denen viele auch in ihrer Art Schauspieler, Kämpfer oder Zeugen sind – bringt in den Versuch den Sinn und das Maß der Katastrophe zu nehmen. Neue Theorie des Unfalls, Interview mit der ehemaligen russischen Nummer Eins Mikhail Gorbatchev, Überlegungen über die Risikenverwaltung und die Wiederherstellung der Lebensbedingungen, Klarstellung  der gesundheitlichen, französischen Auswirkungen, Auftauchen einer Untersuchung und eine Mobilmachung der Buerger bildet ebenso viele Fragen über das Werden von Tschernobyl und folglich über das der Menschheit im Atomalter.

 Galia Ackerman, Guillaume Grandazzi et Frédérick Lemarchand ont rassemblé les témoignages et analyse de : JC. Autret, B. Boussagol, P. Chevtchouk, M. David-Jougneau, M. Fernex, M. Gorbatchev, D. Grodzinski, JM. Jacquemin-Raffestin, G. Hériard-Dubreuil, H.-P. Jeudy, G. Lochak, L.Noualhat, V. Nesterenko, H. Ollagnon, V. Symaniec et A. Yarochinskaya.

 Ein Dialog endlich zwischen S. Alexievitch und P. Virilio

Herausgeber autrement - 2006